Es gibt „Kosten des Lebens“, die sich mit den Werkzeugen der mechanischen Physik nicht berechnen lassen. Ein klares Beispiel ist die Energie, die erforderlich ist, um bestimmte biochemische Prozesse aktiv zu halten – etwa jene, die der Photosynthese zugrunde liegen, wobei die Beispiele zahlreich sind – und gleichzeitig alternative Prozesse zu verhindern. In der Mechanik bedeutet keine Verschiebung keine Arbeit, und vereinfacht gesagt gibt es keine energetischen Kosten dafür, etwas nicht geschehen zu lassen. Sorgfältige stochastisch-thermodynamische Berechnungen zeigen jedoch, dass diese Kosten sehr wohl existieren – und oft beträchtlich sind.
Eine neue Arbeit, veröffentlicht im Journal of Statistical Mechanics: Theory and Experiment (JSTAT), schlägt eine Methode vor, um diese Kosten aus thermodynamischer Perspektive zu berechnen. Damit wird ein neues Werkzeug bereitgestellt, um die Auswahl und Evolution metabolischer Wege zu verstehen, die an der Wurzel des Lebens stehen.