New Delhi/ Delft/ Leipzig. Kosteneffiziente Sensoren auf Drohnen können ein effektives Werkzeug sein, um die untersten Luftschichten besser zu untersuchen. Würden die Messungen der Luftqualität am Boden durch solche Dohnenmessungen ergänzt, dann könnten Monitoring, Luftqualitätsmodelle und Strategien gegen die Luftverschmutzung verbessert werden. Das schließt ein internationales Forschungsteam aus einer Feldstudie in der indischen Metropolregion Delhi, die zeigte, dass die Feinstaub-Konzentration stark von der Höhe über Grund abhängt. So war dort z.B. in 100 Metern Höhe die PM2.5-Konzentration bis zu 60 Prozent höher als in Bodennähe. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die aktuellen Modellsimulationen die PM2.5-Konzentrationen während morgendlicher Smogphasen deutlich unterschätzen, schreiben die Forschenden im Fachjournal Nature npj Clean Air.
An der Studie in Delhi beteiligt waren Forschende aus Indien, den Niederlanden, Deutschland, China, Griechenland, Großbritannien, Thailand, Tschechien und Zypern. Koordiniert wurde sie von Jun.-Prof. Ajit Ahlawat vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS), der inzwischen an der TU Delft forscht. Die Region um die indische Hauptstadt New Delphi ist mit über 30 Millionen Menschen einer der größten und am dichtesten besiedelten Megacitys der Welt. Die Luftverschmutzung dort zählt ebenfalls zu den größten weltweit. Besonders im Winter-Smog erreichen die Feinstaubkonzentrationen extrem gesundheitsgefährliche Werte.