Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Jean-Jacques Hublin (Collège de France und Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie), David Lefèvre (Université de Montpellier Paul Valéry), Giovanni Muttoni (Università degli Studi di Milano) und Abderrahim Mohib (marokkanisches Institut National des Sciences de l’Archéologie et du Patrimoine, INSAP) berichtet über die Analyse neuer Homininenfossilien aus der Fundstätte Thomas Quarry I (Casablanca, Marokko). Mithilfe einer hochauflösenden magnetostratigraphischen Analyse, die die Brunhes-Matuyama-Grenze, die letzte große Umkehrung der geomagnetischen Polarität, sowie präzise zeitliche Marker des Quartärs detailliert erfasst, lassen sich diese Fossilien sehr genau auf ein Alter von 773.000 ± 4.000 Jahre datieren. In der in Nature veröffentlichten Studie werden afrikanische Populationen nahe der Basis der Abstammungslinie beleuchtet, aus der schließlich der Homo sapiens hervorging. Zudem liefert die Studie neue Erkenntnisse über die gemeinsamen Vorfahren von Homo sapiens, Neandertalern und Denisova-Menschen.