Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen und Kunststoffpartikel treiben womöglich nicht allein durch die Blutbahn. Die Arbeitshypothese lautet, dass sie an Lipide und Proteine binden und Aggregate bilden, die über Jahre bestehen. Ein Team der Technischen Universität Dresden fragte, ob die therapeutische Apherese, ein extrakorporales Verfahren zur Entfernung von Lipoproteinen bei schwerer Dyslipidämie, auch solche Schadstoffe mitnimmt. In kleinen explorativen Kohorten sanken nach Doppelfiltrations-Plasmapherese die Werte von PFAS sowie von Mikro- und Nanoplastik im Blut, wobei PFAS im verworfenen Eluat nachweisbar waren. Die Raman-Spektroskopie ortete Kunststoffpartikel in menschlicher Haut. Die Befunde variierten zwischen Personen und Analyten, und der Mechanismus bleibt unbekannt.